Moxibustion ist eine Technik, bei der Akupunkturpunkte (mittels Moxazigarre) oder Körperareale (mittels Myokardose) mit Wärme stimulieren. Damit können  verschiedenste Beschwerden beeinflusst werden und somit positiv und vorbeugend auf den menschlichen Körper einwirken. Darüber hinaus hat sich die Moxibustion zur Stimulierung der Selbstheilungskräfte und Stärkung des Immunsystems bestens bewährt.
Das Moxakraut wird aus dem Beifuß gewonnen.
Moxa wird seit Jahrtausenden bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, Grabfunde im Norden Chinas lassen darauf schließen, dass die Wärmetherapie bereits 9000 v. Chr. bekannt war. Erst in den letzten Jahren wurde mit wissenschaftlicher Gründlichkeit die Wirkungsweise von Moxa untersucht. So konnten viele Substanzen wie ätherische Öle (Cineol und Thujaöl), mineralische Salze, Baumharze, Kaliumchlorid, Natrium, Eisen, Magnesium, Tannin, Vitamin A, B, C und D uvm. nachgewiesen werden. Darüber hinaus ist Moxa wegen der hohen Temperaturentwicklung ohne Flamme – bis zu 670°C – bestens zur Wärmebehandlung geeignet.

 

Effekte von Moxa auf den Organismus

- die Moxatherapie bewirkt eine bessere Gewebsdurchblutung

- es aktiviert den Stoffwechsel im Gewebe

- die Produktion roter Blutkörperchen wird angeregt (erhöhte Sauerstoffversorgung)

- die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht sich (Bakterien tötender Effekt)

- die Fließeigenschaft des Blutes wird verbessert

- das Immunsystem wird angeregt

-  beruhigende Wirkung auf die Nervenfunktion (bei Stress, Organneurosen,...)

- die Verdauung wird beeinflusst 

 


Anwendungsgebiete der Moxa-Therapie
Aus den oben angegebenen Effekten ergeben sich viele Anwendungsgebiete für die Moxa-Therapie.
- Yin-Symptome

- Yang-Mangelzustände

- chronische Beschwerden

- Ödeme (Wasser im Gewebe)

- Beschwerden des Atmungssystems

- Beschwerden des Magen-Darm-Traktes

- Beschwerden im Bereich der Knochen und Gelenke

- Frauen Beschwerden (Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit ...) 

- Beschwerden im Nieren-Blasen-Bereich

- Durchblutungsstörungen

- bei Steißlage

- Müdigkeitssyndromen

- Entstörung und Weichmachen von Narbengewebe

- Beschwerden des zentralen und peripheren Nervensystems 

- Abwehrschwäche